
Uganda, die Perle Afrikas
Die Fingerabdrücke des Schöpfers haben in Uganda besonders markante Spuren hinterlassen. Vom tropischen Regenwald im Südwesten bis zur Halbwüste im Nordosten ist das ganze Spektrum schöpferischer Vielfalt zur Schau gestellt. Unzählige Seen, die Wiege des Nils, Bergketten, Savannen, Steppen und Sümpfe schmücken das Landschaftsbild.
Aber die „Perle Afrikas“ glänzt auch auf anderen Gebieten. In Kampala floriert das rasante Leben einer afrikanischen Hauptstadt. Die Trümmer, die der alte Krieg hinterlassen hat, sind, bis auf ein paar verrostete Panzer am Straßenrand, verschwunden.
Der ökonomische Boom ist unübersehbar. Uganda gilt als das Wirtschaftswunder Afrikas.
Im Kampf gegen HIV/Aids wird es von der westlichen Welt als nachahmenswertes Beispiel gepriesen. Auch das Christentum zeigt sich in großer Farbenpracht. Das ostafrikanische Land hat eine besondere Anziehungskraft für das Scheinwerferlicht der Weltöffentlichkeit.
Die Kehrseite der Medaille
Im Norden Ugandas bietet sich ein ganz anderes Bild. Die Armut ist dort am weitesten verbreitet; 37% vegetieren unter der Armutsgrenze (NV, 29.5.03). Mord und Terror geißeln die Dörfer. Flüchtlinge überschwemmen die Städte. Soldaten und militärisches Rüstzeug gehören zum Alltag. Die Bevölkerung kommt nicht zur Ruhe. Obwohl sich die medizinische Versorgung verbessert hat, bleibt sie für diese Menschen immer noch unerschwinglich. Korruption, Trunkenheit und Aids erhöhen das Leid. Das schillernde Christentum in Kampala und in anderen größeren Städten scheint keinen nennenswerten Einfluss auf die abgelegenen Gebiete im Norden, Nordosten und Nordwesten des Landes genommen zu haben.
Aberglaube, Ahnenkult und Angst
Hier in Nord-Uganda erkennen wir unsere Aufgabe am unvollendeten Missionsauftrag Christi. Hier hören wir die Stimme Jesu: „Geht hin, predigt das Evangelium, helft mir meine Gemeinde zu bauen, steht den Armen bei, heilt die Kranken, sprecht in meinem Namen den Hoffnungslosen Hoffnung zu.“
Die vor uns stehende Aufgabe ist enorm. Hunderttausende von Menschen leben immer noch in Finsternis und bitterer Armut. Tausende sterben - oft gewaltsam - ohne die gute Nachricht von Gottes rettender Liebe je gehört zu haben. Aberglaube, Ahnenkult und Angst beherrschen die Menschen.
Und in diesem Gebiet hat Gott uns eine Tür geöffnet! Hartgesottene Krieger werden durch die Gnade Gottes zu Botschaftern der Liebe Christi. Eine ganze Reihe von ihnen steht nun im Dienst der Gemeinde.
Kinderstation mit 122 Betten
Auf unserer Kinderstation mit ihren 25 Betten werden in der Regel zwischen 40 bis 100 Kinder einquartiert, die in Stoßzeiten auf 130 anwachsen können. Vor allem in der Regenzeit und nachts herrschen nahezu katastrophale Zustände. Um der Not besser entgegenwirken zu können, möchten wir deshalb eine Kinderstation mit 122 Betten bauen. Die Pläne sind gezeichnet. Die Dringlichkeit ist groß, denn 90 % der Kinder, die letztes Jahr an AIDS starben, lebten in Afrika!
Bewährte Missionspartner
Immer wieder staunen wir über die Zeichen göttlicher Dienst-Bestätigung. Türen öffnen sich. Vorbereitete Menschen werden uns zugeführt. Junge Christen wachsen im Glauben und zeigen bald Führungsfähigkeiten...
Wir sind dankbar für alles, was durch die großzügige Unterstützung von Freunden bewirkt werden konnte. Der Auftrag Jesu stellt uns jedoch immer noch vor eine große Herausforderung. Sein „Geht hin ...“ ist immer noch deutlich zu hören und erwartet unseren Gehorsam.
Wir laden Sie deshalb herzlich ein, auch unser Partner zu werden, um den Menschen im Norden Ugandas Hoffnung auf Zukunft zu geben.
Missionare Siegmar und Priscilla Göhner


