Volksmission entschiedener Christen

Aufgaben der Missionsklinik in Lira

Erste Hilfe

Molly ist 1 ½ Jahre alt. Die Rebellen kamen in das kleine Handelszentrum nach Pader und setzten ihre und viele andere Hütten in Brand. Molly war trotzdem unter den Glücklichen, denn ihren Eltern gelang die Flucht nach Lira. In der ungewohnten Umgebung passierte dann der Unfall. Mollys gesamter Unterleib und beide Oberschenkel wurden verbrannt. Dass die Eltern die monatelange Behandlung nicht bezahlen können, braucht nicht lange erklärt zu werden, weil alles, was sie hatten, ein Raub der Flammen wurde. Selbst bei der Ernährung brauchen sie unsere Hilfe.

 

Armen Menschen wie Molly zu helfen, ist Ziel und Zweck der Missionsklinik in Lira.

Unsere Ambulanz behandelt zu Niedrigstpreisen täglich bis zu 150 Patienten, die hauptsächlich aus der armen Landbevölkerung kommen. Hilfesuchende, die wirklich kein Geld haben, werden trotzdem behandelt, wie zum Beispiel Sally. Sie wog nur 1200 Gramm als sie von ihrer Mutter zu uns gebracht wurde. Nach zwei Monaten intensiver Pflege konnte sie entlassen werden.

 

Katastrophale Zustände

Auf unserer Kinderstation mit ihren 25 Betten werden in der Regel zwischen 40 bis 100 Kinder einquartiert, die in Stoßzeiten bis auf 130 anwachsen können. Vor allem in der Regenzeit und nachts herrschen nahezu katastrophale Zustände. Um der Not besser entgegenwirken zu können, möchten wir deshalb eine Kinderstation mit 122 Betten bauen. Die Pläne sind gezeichnet. Noch in diesem Jahr soll der Bau beginnen. ...

 

Unsere Entbindungsstation trägt tatkräftig dazu bei, die Frauen- und Neugeborenensterblichkeit zu reduzieren und den Müttern die notwendige Versorgung und Nachbehandlung zu garantieren. Schwangerenvorsorge, Familienberatung und Schutzimpfungen sind Basisbestandteile der Behandlung. Aber auch Frauen mit anderen Leiden werden auf unserer Entbindungsstation liebevoll betreut.

 

Zweimal pro Woche führt ein kleines Team unserer Klinik in verschiedenen Wohnvierteln Impfprogramme und Aufklärungskampagnen durch, weil immer noch viel zu viele Kinder aufgrund von Unwissenheit, Aberglaube und grausamen „kulturellen“ Praktiken sterben.

 

Ernährungsprogramm für Kinder

Neben präventiven Maßnahmen steht die Bekämpfung von Tropenkrankheiten an erster Stelle. Malaria (immer noch Killer Nr. 1 in Afrika), AIDS, Durchfallerkrankungen, Geschwüre, Wunden, Atemwegsbeschwerden, TB, Blutarmut, Wurmerkrankungen, Mangelernährung, Kinderkrankheiten und Seuchen dezimieren die Bevölkerung. Unsere Blutbank hat sich als Lebensretter für viele Menschen erwiesen. Durch Spenden aus Deutschland konnten einige Geräte für unser Labor erworben werden, die unsere diagnostischen Möglichkeiten wesentlich verbessern.

 

Schwester Barbara von Wilke, eine hochqualifizierte Pflegekraft in Rente, leitet die neue Ernährungseinheit. Parallel zur normalen medizinischen Behandlung wird auf dieser Station die Abwehrkraft von mangel- und unterernährten Kindern mit individuell abgestimmten Ernährungsprogrammen wieder aufgebaut. Milch, Hirse, Mais, Reis, Erdnüsse, Sesam, Bananen, Sojabohnen und andere Nahrungsmittel werden nach ausgewählten Rezepten gemischt und verabreicht. Wir sind auch hier wieder auf Hilfe angewiesen, um helfen zu können.

 

90 % der Kinder, die letztes Jahr an <br>AIDS starben, lebten in Afrika!

Ein Drittel der in unserem Gesundheitszentrum auf HIV untersuchten Erwachsenen sind HIV positiv. Der afrikanische Kontinent beherbergt zwar nur 10% der Weltbevölkerung; zur gleichen Zeit aber lebten hier 90% der Kinder, die letztes Jahr an Aids starben. HIV- Beratung und Tests stehen am Anfang einer langwierigen und anstrengenden Behandlung. Angst vor dem Tod, die Sorge um die Kinder und die Not, alleine gelassen und verstoßen zu werden, sind Faktoren, die unseren Beratern sehr viel Geduld, Einfühlungsvermögen, Weisheit und Gebet abverlangen. Viele der Betroffenen haben noch nicht die rettende Kraft Jesu Christi erlebt. Sie suchen Linderung ihrer körperlichen Leiden. Durch die Missionsklinik können wir ihnen praktische Hilfe bieten, und noch mehr: Gottes Geschenk des ewigen Lebens!

 

Wir brauchen Ihre Unterstützung, um diese medizinische Hilfe an den Ärmsten der Armen fortsetzen zu können. Helfen Sie, wo Hilfe wirklich hilft!