Volksmission entschiedener Christen

LEBEN UND TOD: PIONIERARBEIT IN KARAMOJA

 

 

 

 

 


Karamoja - ein Land extremer Gegensätze

Absolute Trockenheit, Wind, Staub und Hitze. Dann, falls die kurze Regenzeit einsetzt, sinnflutartige Ströme, die alles mitreißen, was im Wege steht.

 

Der idyllische Anblick des Hirten mit seinen Schafen verwandelt sich sehr schnell in die hässliche Szene eines mörderischen Raubzugs. Friedliche Palaver unterm Baum arten in Überfälle auf Fahrzeuge aus. Stammesfehden und Viehdiebstähle im großen Stil gehören zur täglichen Routine. 80-90% der männlichen Patienten in den Krankenhäusern müssen wegen Schussverletzungen behandelt werden. Hunderte von Menschen verlieren jedes Jahr auf diese Weise ihr Leben.

 

Die Karimojong sind stolz auf ihren Reichtum, den sie nach dem Bestand ihrer Herden berechnen. Gemessen an ihrem Lebensstandard (Kleidung, Nahrung, Schulbildung und Hausrat), stehen sie ganz unten auf der Liste und werden von den anderen Stämmen verachtet.

 

Auch geistlich ist Karamoja ein dürres Land. Aberglaube, Ahnenkult und Angst beherrschen die Menschen.

 

 

In diesem Gebiet hat Gott uns eine Tür geöffnet!

Hartgesottene Krieger wurden durch die Gnade Gottes zu Botschaftern der Liebe Jesu. Eine ganze Reihe von ihnen steht nun im Dienst der Gemeinde.

John Dengel - ehemals notorischer Viehdieb

John Dengel war ein notorischer Viehdieb und ein gefürchteter Rädelsführer von kriegerischen Raubzügen. Für die Schule hatte er - wie die meisten Karimojong - keine Zeit. Nachdem er sein Leben für den Herrn Jesus Christus öffnete, ging er zur Schule und wird in diesem Jahr die 8. Klasse beenden. Nebenher ist er Zweitpastor der Stadtgemeinde in Kotido und Distriktkassier. Sein Ziel ist es, die Bibelschule in Mbale zu besuchen.

Waffenschmuggel

Für Moses galt die Schule ebenfalls als Zeitverschwendung. Waffenschieberei war seine Haupteinnahmequelle; seine Herde war sein Reichtum. Nach seiner Bekehrung bedauerte er es, das Wort Gottes nicht lesen zu können. Er bat Gott um ein Wunder. John Dengel gab ihm etwas Nachhilfe und jetzt ist er ein fleißiger Bibelleser und dient als Pastor in Nakodokodoi.

Schulterdurchschuss

Robert Maule wurde zusammen mit seinem Freund auf dem Weg nach Kaabong überfallen. Er erlitt einen Schulterdurchschuss; sein Freund erlag seinen Verletzungen. Die Volksmission half, Roberts Schulter wiederherzustellen. Aus dieser verhängnisvollen Situation entstand eine starke Gemeinde in Loyoro, die Robert als Pastor betreut.

 

 

Zehn Gemeinden im Kernland der Karimojong!

Um die Ernte einzubringen, versuchen wir, in den größeren Handelszentren missionarische Stützpunkte einfach und kostengünstig zu erstellen. So sind in jüngster Vergangenheit zehn Gemeinden im Kernland der Karimojong entstanden. Ein Wunder vor unseren Augen! Diese Pioniergemeinden sind Stätten der Zurüstung, um die umliegenden Manyattas mit dem Evangelium zu erreichen.

 

Die vor uns stehende Aufgabe ist enorm. Hunderttausende von Menschen leben immer noch in Finsternis und bitterer Armut. Tausende sterben - oft gewaltsam - ohne die gute Nachricht von Gottes rettender Liebe je gehört zu haben. Hier fordert uns der unvollendete Missionsauftrag Jesu weiterhin heraus!